Unsere Berufung ist es, voller Mut und Zuversicht vorwärts zu gehen. Nicht immer ist das gleich einfach und es fällt uns auch nicht einfach in den Schoss. Ein ganz wichtiges Werkzeug dazu finden wir in der Geschichte vom Volk Israel: Wann immer sie vergessen hatten, was Gott für sie getan hat, wurden sie mutlos und verliessen den lebendigen Gott.

Zeugnisse sind “überlebensnotwenig”

Bei uns ist es in den meisten Fällen nicht so, dass wir gerade komplett vom Glauben abfallen, wenn wir das Wirken Gottes in unseren Leben vergessen. Doch hast du sicher auch schon erlebt, dass dir das letzte Stück Mut und Zuversicht abhandengekommen ist und du dein Glaubensleben mehr im «Tempomat» verbracht hast, als dass du aktiv in die vorbereiteten Werke hineingetreten bist. Das ist nicht der Ort, an dem wir sein wollen. Wir sind berufen brennend zu sein im Geist.

In Richter 2 lesen wir vom Tod Josua (der das Volk mit vielen Wundern in das verheissene Land geführt hatte). Von der Generation, die nach Josua kam, steht geschrieben: 

«Und als auch jene ganze Generation zu ihren Vätern versammelt war, kam eine andere Generation nach ihnen auf, die den Herrn nicht kannte, noch die Werke, die er an Israel getan hatte. Da taten die Kinder Israels, was böse war in den Augen des Herrn, und sie dienten den Baalen; und sie verließen den Herrn, den Gott ihrer Väter, der sie aus dem Land Ägypten herausgeführt hatte…»

Weil sich das Volk nicht mehr an die Taten von Gott erinnerte, fiel es vom Herrn ab.

Zeugnisse = Prophetie

In der Geschichte vom Volk Israel sehen wir auch, dass sie immer wieder an den Orten wo Gott gewirkt hat, Denkmale gebaut haben, damit sie es nicht mehr vergessen. Sie bauten aktiv Dinge, die sie an das Wirken Gottes erinnerten. Wir müssen uns bewusst sein:

Was Gott einmal getan hat, will er immer wieder tun.

Zeugnisse sind ermutigend – aber sie sind noch viel mehr. Zeugnisse sind Prophetien, was Gott tun will. 

„…denn das Zeugnis Jesu ist der Geist der Weissagung.“ Offenbarung 19,10b

Ohne diese Prophetien durch die Zeugnisse von seinem Wirken, wird uns in den wichtigen Momenten den Mut fehlen, unser «verheissenes Land» mit mutigen Schritten im Glauben einzunehmen.

Wenn wir vergessen, was Gott getan hat, verlieren wir den Mut und wir verlieren die Vision dafür, was Gott wieder tun will. Wir sollten die Zeugnisse des Wirkens Gottes gut verwalten.

Zeugnisse sollten unsere Sicht aufs Leben prägen und unser Denken ändern, damit wir verändert weiterleben.

Wenn uns Gott einmal versorgt hat, wird und will er das wieder tun. Darum sollte sich unser Denken ändern, dass wir in Zukunft aktiv mit seiner Versorgung rechnen. Wenn wir uns immer wieder daran erinnern, weil wir z.B. die erlebten Wunder aufschreiben und sie regelmässig wieder durchlesen, werden wir zum einen ermutigt und zum anderen beginnt sich unser Herz und unser Denken dahingehen zu verändern, dass das Wirken Gottes in unserem Leben zur Norm wird – so wie das auch bei Jesus war.

Praktische Tipps für dich:

  • Schreib deine Zeugnisse auf.
  • Lese sie regelmässig wieder durch.
  • Wenn du entmutigt bist, dann geh zurück zum Wirken Gottes in deinem Leben und lass dich davon ermutigen.
  • Wenn du z.B. ein Wunder der Versorgung brauchst, lies Zeugnisse darüber wie Gott dich oder jemand anderes versorgt hat.